GrundzŁge einer anderen Lebens-, Wirtschafts- und Politikweise

Über die Regierungsform der Seins-Verwaltung

(kommt)

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Die Sieben Sonnen der Politik des Anderen Anfangs

1 - INOBHUTNAHME UND TREUHÄNDERSCHAFT FÜR ERDE UND WELT

 

2 - MAßVOLLE BALANCE ZWISCHEN GEBEN UND NEHMEN

 

3 - (BEVÖLKERUNGS)POLITIK GEMÄß TRAGFÄHIGKEIT VON ERDE UND WELT

 

4 - KOSTENWAHRHEIT – KOSTENGERECHTIGKEIT - SCHULDENFREIHEIT

 

5 - AUTONOMES DENKEN IN AUTONOMEN SCHULEN

 

6 - WIEDERGUTMACHUNGS-RECHTSPRECHUNG

 

7 - ÖKOSOZIALE WIRTSCHAFT UND FREIWILLIGER ZIVILDIENST

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Übereinstimmung und Differenz zwischen Seins-Verwaltung und Demokratie

(kommt)

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Denktradition und Hauptfragen

Die Politik des Anderen Anfangs steht in der Denktradition der "Anderen Aufklärung", die sich gegen das Denken in Werten und gegen die Instrumentalisierung der Vernunft zu Verwertungszwecken wendet.

 

Die Hauptfragen der Anderen Aufklärung lauten:

"Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?" (Heidegger)

"Warum hat überall Seiendes Vorrang und warum bleibt deshalb das Nichts vergessen?" (vgl. Heidegger)

„Warum nicht lieber gar nichts, als diese Welt?" (Schopenhauer)

 

Ohne eine Antwort auf diese Fragen ist keine Politik, die das Sein gestaltet ("Seins-Politik"), möglich. 

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Grundsätze einer Politik des Anderen Anfangs (unvollkommen)

(Nachfolgend ein vollkommen unzureichender Versuch, der überarbeitet werden muss) 

Wir leben in der Stunde des Untergangs, die sehr lange dauern kann:

-       Das Weltsystem des Kapitalismus implodiert.

-       Der Point of no Return ist vorbei oder ereignet sich gerade jetzt.

-       Der Untergang kann nicht aufgehalten, sondern nur ausgehalten werden

 

Wir leben in rein technischen Verhältnissen,

- die nicht beherrschbar sind, sondern den Menschen überwältigen, an-stellen und für sich funktionieren lassen;

-       die den Menschen von der Erde losreissen und entwurzeln,

-       die Welt und Erde verwüsten und zugrunderichten.

 

Grundlegende Ursache des Untergangs ist der Mensch, der sich als Subjekt, d.h. als ausbeutende und verwertende Bezugsmitte alles Seienden vorstellt. Dieser Mensch hat nach dem ersten Anfang vergessen, dass er Da-sein ist, d.h. Effekt der Anwesenheit des Seins als Erde und Welt.

 

Im Untergang ereignet sich der Andere Anfang ...

- wenn der Mensch sein Subjekt-Sein überwindet

- wenn der Mensch die Herrschaft der technischen Verhältnis verwindet; d.h.         über sie hinauskommt.

 

Im Aushalten des Untergangs bereitet sich der Andere Anfang vor; dieses Aushalten geschieht ....

... als wählbare Politik der Weltverschonung; d.h.

-       als Lebens-, Wirtschafts- und Arbeitsweise, die sich zuallererst von der Tragfähigkeit der Erde (und Region) und der Inobhutnahme des Seienden als Ganzes, d.h. Mensch, Tier, Gewächs, Dinge, leiten lässt.

-       Diese Politik der Weltverschonung und Inobhutnahme funktioniert als neue Unterscheidung zwischen Freund und Feind, zwischen Eigenem und Fremden:

Freund und das Eigene ist die Inobhutnahme von Welt und Erde als ein tragfähig-ausbalanciertes, maß-volles Geben und Nehmen. Feind und das Fremde ist der destruktiv ausbeuterische Exzess und die reine Nahme.

 

... als Kritik des Subjekt-Denkens in Werten, das ...

-       die Welt als Bild vor sich hin und zu sich her stellt und begreift und die Welt als Bild und Weltanschauung, d.h. als Ideologie erobert;

-       das Sein vergegenständlicht und durch Wert ersetzt, „das Seiende nach Werten bemisst und die Werte selbst zum Ziel alles Tuns und Treibens macht.“ (101)

-       sich äussert als allumfassende „Gewalt der Berechnung, Planung und Züchtung“ und gewaltsame subjekt-zentrierte Aneignung in Krieg und Terror.

 

... als „Einfaches Leben, Lifestyle as Voluntary Simplicity“ in grundgesicherten Arbeitszusammenhängen, die nachhaltige Strukturen schaffen und Muße ermöglichen.

 

... als beständiges Fordern der Kostenwahrheit; d.h. der Sichtbarmachung von Aneignungs- und Ausbeutungsverhältnissen durch Abbau aller Subventionen für Wirtschaft und Infrastruktur und durch das Verbot staatlicher Verschuldung;

 

... als Entwurf und Umsetzung neuer Spielregeln für Wirtschaftsweise und Produktion, die auf die ausbeutungsfreie Akkumulation des allgemeinen Wohls des Seienden als Ganzes zielen

 

... als beständiges Fordern einer opferorientierten Rechtsprechung, die von Rache absieht und schnell und streng durch tätige weitestgehende Wiedergutmachung des Verschuldeten, Beschädigten und Vernichteten bestraft.

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 Erläuterungen (unvollkommen)

(1) Wohnen in der Welt

Oberster daseinsbestimmender Gesichtspunkt ist die Ökologie des Daseins (oikos logos), verstanden als Rede von der auf Dauer gestellten Bewohnbarkeit der Erde für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Diese Ökologie des Daseins in der Welt kann als Tragfähigkeit der Erde für das Leben als Ganzes bezeichnet werden.

 

(2) Rechtes Maß

Das „rechte Maß“ zwischen Bewahrung des Ganzen und freier Entfaltung des Einzelnen kann erreicht werden durch die Zuteilung eines an der Tragfähigkeit der Erde orientierten Quantums von Möglichkeiten, das von den Einzelnen frei gestaltet werden kann.

 Beispiele:

- Du sollst das Quantum Deines Energieverbrauchs der Tragfähigkeit der Erde als Ganzes anpassen.Gesetzliche Regelung: -Zuteilung eines Quantums von Energieverbrauch pro Jahr.

- Du sollst das Quantum Deiner CO2-Verursachung der Tragfähigkeit der Erde anpassen.Gesetzliche Regelung: Zuteilung eines Quantums von CO2-Verursachung pro Jahr.

 

(3) Risiko des Scheiterns

Das Dasein in der Welt wird vom Risiko des Scheiterns begleitet.

 

(4) Perspektive „Wirklicher Ausnahmezustand“

Ziel aller gesetzlichen Regelungen ist deren Abschaffung. Das Gesetz als Ganzes und in seinen Teilen kann und muss nach Maßgabe der Verinnerlichung dessen, was das Gesetz wesentlich regelt, deaktiviert und suspendiert werden.

 Beispiel: Das Wesen des Gesetzes ist die Sorge (cura) um Mitwelt und Umwelt als Ganzes. Hat der Mensch die Sorge um Mitwelt und Umwelt als Leitstern seiner Haltung und seines Verhaltens verinnerlicht, kann das Gesetz schrittweise suspendiert und abgeschafft werden.

 

(5) Wo Warentausch ist, soll Gabentausch werden!

Das oberste Prinzip, das Gesellschaft (Sozialität) und Gemeinschaft (Commune) erzeugt und befestigt, ist der symbolische Gabentausch. Er wird so weit wie nötig ergänzt durch einen Warentausch.

 Jeder Tausch beruht auf Umkehrbarkeit (Reziprozität), Gegenseitigkeit und Wechselseitigkeit (Reversibilität).

 So lange die Gesellschaft nicht zum symbolischen Gabentausch willens und fähig sind, muss der maximal-ausbeutungsfreie Warentausch das Zusammensein der Menschen regeln.

Die Einschränkung des Warentauschs zugunsten des Gabentauschs ist dann wichtig und richtig, wenn die Menschen hierzu geistig-mental-physisch willens und fähig sind.

 Der Übergang vom Warentausch zum Gabentausch geschieht ungleichzeitig, insofern im gesellschaftlichen Gehäuse des Waretauschs gemeinschaftliche Inseln des Gabentauschs wuchern.

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